Johanniskraut

Johanniskraut

Johanniskraut, so sagt der Volksmund, speichert die Kraft der Sonne in sich. Im Sommer, um die Sonnensonnenwende (Zeitpunkt an dem die Sonne den höchsten Stand erreicht auf der Nordhalbkugel) blüht es besonders schön und ist bereit gepflückt zu werden. 

Man erkennt das Johanniskraut, in dem man die Blätter gegen das Licht hält. Dann sind viele kleine Löchlein (Öldrüsen) sichtbar. Darin enthalten ist ein roter Saft, der dann dem Rotöl seinen Namen gibt. Zerreibt man das Johanniskraut zwischen den Fingern, färben sich diese rot.

Legt man das Johanniskraut in einem natürlichen hochwertigen Öl ein (Olivenöl eignet sich sehr gut) und lässt es bis zu 4-6 Wochen an der Sonne stehen (nach 3-4 Tagen luftdicht verschlossen),  wird man mit einem wunderbar roten Öl beschenkt.

Das Rotöl/Johanniskrautöl eignet sich wunderbar für die Wundheilung bei Verbrennungen oder auch bei Gelenkschmerzen. Auch für ein Vollbad ist es wohltuend und entspannend.
Das Johanniskraut selbst wird in der Phytotherapie gerne bei Depressionen und Ängsten eingesetzt. In der Homöopathie wird es gerne bei Nervenschmerzen eingesetzt. Hier spricht man meist vom Hypericum.

Vorsicht: das Johanniskraut macht die Haut empfindlicher für das Sonnenlicht. Bei allen Anwendungen.