Corona- eine Lüge

Veröffentlicht am 23.7.2021 von Manuela Lüscher. Aktualisiert am 19.12.2021


Ich gehe davon aus, dass dieser Herbst uns alle herausfordern wird. Die Menschheit droht sich in 2 Gruppen aufzuteilen. Es gibt die, die sich um unsere (die eigene) Gesundheit sorgen und die, die sich im persönlichen Leben eingeschränkt fühlen.

Mich erfüllt es mit grossen Stolz, dass jeder bei uns in der Praxis seine eigene Meinung hat und diese auch vertreten darf. Ob er sich nun Impfen lässt oder nicht. Aus welchen Beweggründen auch immer. Wir bleiben in Kontakt, diskutieren, hören uns zu und anerkennen die Meinung und Gefühlswelt des Gegenüber.

Gedanken dazu...
  • Sars-Cov-2 war bestimmt mehr als eine Grippe. Ich kenne Menschen, die sind gestorben, die in vorherigen Jahren alle möglichen Grippe-Wellen überlebt haben - ohne Probleme. Ob die aktuellen Viren noch mehr als eine "Grippe" sind, das werden uns rückblickend die Zahlen der Statistiken zeigen. (Tod, stationäre Aufenthalte im Spital)
  • Was ich selbst miterlebt habe, ist dass das Spitalpersonal im Tiremli, Unispital, Männedorf, Sursee, Luzern, Kinderspital-Aarau, St-Gallen am Limit war. In all diesen Spitälern kenne ich Menschen, die als Ärzte oder Pflegepersonal da arbeiten. Es hat auch in den Vorjahren übermässig viele Spitaleintritte aufgrund von "Grippe" gegeben. Aber nie waren das Gesundheitssystem über so lange Zeit so belastet. Ich spreche hier nicht von völlig überlasteten Notfall-Stationen, die viele Leute mit Beruhigungsmittel wieder nach Hause schicken. 
  • Natürlich hat das mit den Schliessungen von vielen unseren ursprünglichen Spitälern zu tun. Und mit dem Personal, dass seit Jahren unterbesetzt ist. Meiner Meinung nach gehören Spitäler nicht die Hände von Wirtschaftsleuten. Was passiert, wenn Spitäler Geld abwerfen müssen, das haben wir nun erlebt. Was wir uns damit geschaffen haben, das erleben wir gerade. Unseren aktuellen Engpass ist aber nicht ein Lüge. Und, dass die Betten während der Pandemie immer weniger werden, hat nicht mit dem Material (Geld) zu tun, sondern liegt wohl vor allem am fehlenden Personal. Ich gehe davon aus, dass es Jahre dauern wird nach der Pandemie, bis sich das Gesundheitssystem wieder erholt hat - und ich hoffe, dass wir dann zurückdenken und wirklich zukunftsweisende Lösungen dafür suchen werden. 
  • Sars-Cov-2 ist aus meiner Erfahrung besonders gefährlich für Menschen im hohen Alter und Menschen mit schweren Vorerkrankungen. Ich kenne einige jüngere Menschen aus meinem Praxisalltag, denen der Virus stark zugesetzt hat und die heute noch leiden. Aber sie sind alle nicht gestorben. Aktuell stecken sich mit der Delta-Variante auch viele Kinder an. Das gab es vorher noch nicht. 
  • Der Lockdown scheint die Ansteckungszahlen zumindest in den Zahlen gedämmt zu haben. Ob dies der einzige Weg war den Virus zu stoppen, das wird isch wohl erst im Rückblick zeigen. Ich bin froh, dass die Schweiz, im Gegensatz zu unseren Nachbarländern, hier einen "Sonderweg" gewählt hat. Und ich bedaure die vielen Menschen aus dem Gastgewerbe, die besonders darunter litten und noch immer leiden müssen. Sie arbeiten seit Jahren hart und meist unterbezahlt, damit wir uns einfach an den "gemachten Tisch" setzen können. Danke euch allen.
  • Die Masken haben ganz sicherlich die "normalen" saisonalen Grippe- und Erkältungswellen massiv eingedämmt. Kaum ein Patient hatte im Winter 2020/2021 eine Lungenentzündung oder eine starke Erkältung. In den Arztpraxen sind kiloweise Grippe-Medikamente nicht verkauft worden. Wie fest sie uns sonst schützen, kann ich nicht einschätzen. Aber für die meisten Menschen (Ausnahmen sind Menschen mit Lungenerkrankungen oder schlechter Regulation im Nervensystem) sind die Masken gut zumutbar. Ich finde Kinder sollten nur in Ausnahmefällen Masken tragen, kann aber die Idee dahinter verstehen. Schwierig finde ich, dass unsere Kleinkinder von Menschen betreut werden, die Masken tragen. Die medizinische Seite verstehe ich - die soziale Seite (Gesichtsmimik, Gefühlsausdruck) finde ich extrem ungünstig. Im Dezember 2021 ist das aber ganz anders. Diverse Grippen (Magendarm, Husten) sind gegenwärtig und die Spitäler stehen einem erneuten Engpass gegenüber. Wer Immer kann sollte eine Maske tragen, auch wenn Sie uns nicht restlos schützt.
  • Im Januar/Februar 2021 mussten Menschen, die normalerweise innerhalb von 2 Tagen nach einem Befund operiert werden (in der Schweiz)  3-4 Wochen auf Ihre Operationstermine warten. Das war ausserordentlich und gab es so in den letzen 10 Jahren nicht in der Schweiz. Ich verstehe nicht, weshalb das nicht publiziert wurde. Auch nicht, weshalb man nicht in den Spitälern gefilmt hat und den Menschen gezeigt hat, was da gerade vor sich geht. Auch jetzt im Dezember 2021 werden erneute diverse Operationen verschoben. Die Krebsliga macht sich für die Krebspatienten, die besonders unter diesem Zustand leiden, stark. Ich kenne Menschen die lagen bereits 2 Mal "auf dem Tisch" und mussten dann wieder unverrichteter Dinge nach Hause zurückkehren. Wenn diese Welle vorbei ist, wird es noch Monate dauern, bis alle Operationen nachtgeholt sind. Das Spitalpersonal holt dann keine Luft!
  • Die Medien betreiben großenteils eine fragwürdige Berichterstattung. Schlagzeilen, die sich mit dem Inhalt widersprechen und einseitige Berichterstattungen machen eine Orientierung schwierig.
  • Der Vergleich mit andern Ländern ist sehr schwierig. Zu viele Faktoren wie Hygiene, Standards etc. unterscheiden sich Grundlegend. Auch die Zahl der Covid-Toten wird verschieden gehandhabt.
  • Impfungen sind im Gegensatz zu andern Medikamenten "wenig" erforscht. Trotzdem kann man damit viel Geld machen. Somit sind die neuen MRNA-Impfungen hier keine Ausnahme.
  • Das Immunsystem besteht nicht nur aus Antikörpern. Auch T-Zellen und viele andere Komponenten sind wichtig. Trotzdem kann ich verstehen, dass "man" auf die Impfung mit Antikörpern setzt. Unser Kunden (Naturheilpraxis) sind offen für Ernährungsveränderungen, Stressabbau und wenn nötig Nahrungsergänzungen. Aber viele Menschen wollen davon nichts wissen, können es sich nicht leisten, möchten nicht mit Alkohol, dem Rauchen oder dem Drogenkonsum aufhören oder verzichten nicht auf Ihre täglich Portion Fastfood oder auf Ihr "Redbull". Da scheint ein Impfung, die den Körper anregt Antikörper zu bilden sinnvoll, auch wenn Sie bestimmt nicht die "Beste" Lösung für den Körper ist.
  • Ich stelle fest, dass besondern Menschen, die wenig Ahnung haben vom Körper, vom Immunsystem, vom Wirkmechanismus von Viren selbst und der Impfung besonders empfänglich sind für andere Menschen, die zu extremen Darstellungen neigen. Sie hinterfragen oft nicht und bilden sich Ihre eigene Meinung, sondern übernehmen was präsentiert wird. Auf beiden Seiten.
  • Ich erhalte oft Videos und Dokumente, welche ich mir dringend anschauen soll und mich entweder für oder gegen stimmen sollen. Immer finde ich Dinge, denen ich Zustimmen kann und Dinge, die wirklich falsch sind und Dinge, denen ich skeptisch gegenüber stehe. Das geht von der Meinung über die Wirkung eines Lockdowns, zu dem, dass die Spitäler immer leer waren usw. Ich stelle aber fest, dass besonders wenn Professoren und Menschen mit medizinischem Hintergrund für die Propaganda "verwendet" werden, diese selten eine so "absolute" Meinung vertreten, wie diese danach von vielen Menschen ausgelegt wird. Die Ursprungsinformation ist oft viel differenzierter und weniger absolut.
  • Mich persönlich interessieren für den Herbst/Winter 2021 nur die Zahlen der Menschen, die im Spital behandelt werden müssen. Diese sollten für das Personal/Platz gut zu bewerkstelligen sein und Platz für Notfälle und geplante Operationen lassen. Ob ich jetzt eine Maske trage oder nicht - stört mich nicht. Es schränkt mich nicht ein und bis jetzt konnte ich bei mir keine gesundheitliche Verschlechterung deswegen feststellen.
  • Auch wenn einige immer noch denken die Ganze Pandemie sei nur erfunden und eine riesige Lüge, kann ich mir nicht vorstellen, dass das Ganze so einfach ist. Viren sind schon seit Jahren im Verdacht der Menschheit ziemlich grosse Knüppel vor die Beine zu werfen. Die berechtigte Frage bleibt, hätte man anders handeln können und mit weniger Aufwand genügend Menschen retten können? Ich gehe davon aus, dass wir das erst in einigen Jahren und mit gebührendem Abstand beurteilen werden können. Aktuell ist die Schweiz wieder eine einzigartige Insel im Corona-Dschungel. 
  • Die Schweiz verfügt über ein ausgezeichnetes Gesundheitssystem, auch wenn ich als Naturheilpraktikerin gewissen Vorgehensweisen skeptisch gegenüber stehe. Viele in der Schweiz lebenden Personen sind sich zu wenig bewusst, was es heisst in einem Land zu wohnen in dem Menschen beim Warten auf einen Termin zum Spezialisten sterben oder schon jetzt die Gewissheit haben, dass Sie im Falle eines schlimmen Coronaverlaufes sowieso nie die Möglichkeit ärztlicher Unterstützung haben. Dafür müssen wir nicht weit reisen, es reicht beispielsweise nach Italien, Griechenland, England  zu blicken. In diesen Ländern ist die von noch fast 1/4 der Bevölkerung der Schweiz gemiedene Impfung ein Segen. Keiner dieser Menschen fühlt sich dadurch eingeschränkt oder bevormundet und die Impfung ist für die Menschen eine Lebensversicherung, die es gratis gibt. Ich meine damit gar nichts. Aber, es stimmt mich nachdenklich.

 

Pro und Kontra - sehr konstruktiv