Blutegeltherapie - Hirudotherapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den ausleitenden Verfahren der Naturheilkunde und wird deshalb auch meistens von den Zusatzversicherungen übernommen.
Sie ist eine der ältesten und traditionsreichsten Therapien in der Naturheilkunde.

Blutegel finden sich wohl im nächsten Tümpel um die Ecke. Die Therapie-Blutegel werden aber von der Firma Hirumed in Wil SG in der Schweiz gezüchtet und sind aus diesem Grund für die medizinische Anwendung geeignet. (keine Krankheiten und übertragbare unerwünschte Stoffe)

Wie wirken Blutegel?

Blutegel saugen bei einem Menschen ca. 10 bis 20 Milliliter menschliches Blut. Das hat oft einen entlassenen Effekt auf die betroffene Stelle, ist aber bei weitem nicht der Hauptgrund für eine Blutegelbehandlung.

Gleichzeitig zum saugenden Effekt spritzt der Blutegel ein Sekret in den Körper, dass aus mehr als 30 verschiedenen Substanzen besteht, welche alle eine heilsame Wirkung auf den Menschen haben können.

Der Biss eines Blutegels kann im Menschen die Grundregulation wieder herstellen. Darunter versteht man Regulationen in den Blut- und Lymphgefässen, im Immunsystem und Mechanismen die Entzündungen lindern und heilen. Eine Blutegelbehandlung hat physikalische (Aderlass/Lympdrainage), reflektorische und biochemische Effekte. Allesamt können sehr regenerierende Impulse für den Menschen in Gang setzen.

Bei welchen Beschwerden kann eine Blutegelbehandlung sinnvoll sein?

Akne, Amenorrhoe, Angina Pectoris, Arthrosen, Dysmenorrhoe, Augenerkrankungen, Fibromyalgie, Furunkulose, Gicht, Glaukom, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen, Hämatome, Hämatochromatose, Hautkrankheiten, Hämorrhoiden, Herzinfarkt Nachbehandlung, Herpes Zoster, Hypertonie-arteriell, Kardiologie, Kopfschmerzen, Lagerungsschwindel, Migräne, Morbus Menière, Neurologie, Parodontose, Phlebologie, PMS, Polyglobulie, Postoperative Komplikationen, Prostataadenome, Prostatitis, Rheumatologie, Sinusitis, Tendovaginitis, Tendinosen, Thrombosen, Traumatologie, Ulkus, Varizen, Verstauchungen, Wechseljahrbeschwerden, Zahnfleischabszess, Zerrungen.

Wann kann eine Bluegeltherapie sicher nicht angewendet werden? 

Bei wem/was kann nicht mit Blutegeln gearbeitet werden?


  • Blutgerinnungsstörungen durch blutverdünnenden, gerinnungshemmenden Medikamente (z. B. durch Marcumar)
  • Angeborene und erworbene Blutgerinnungsstörungen
  • Generelle Neigung zu Blutungen
  • Blutern (Hämophile), hämatologische Erkrankungen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Behandlung mit quecksilberhaltigen Medikamenten
  • Arterielle Insuffisenzen und arterielle Stauungen bei Lappentransplantation
  • akute Magengeschwüren und erosiver Gastritis
  • Immunschwäche (Aids, Chemotherapie,...)
  • Vorhandene Immunsupression (z.B. bei Aidspatienten)
  • schweren chronischen Erkrankungen (fortgeschrittene Krebserkrankungen, Dialyse u.a.)
  • bekannten ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus,
  • erheblichem Übergewicht, Cortison-Dauertherapie)
  • Infektionskrankheiten im akuten Stadium
  • Fieber
  • bekannten Allergien gegen Blutegelsekret-Inhaltsstoffe, allgemein starke Allergien
  • Neigung zu Keloidbildung, überschiessender Narbenbildung
  • Menschen mit starken Allergien.
  • während der Menstruation
  • während einer Schwangerschaft
  • 2 Wochen vor und 4 Wochen nach einer Impfung

Was passiert bei einer Blutegeltherapie?

Vorherige Abklärungen


Vor 2-3 Tage vor der Behandlung
  • Sie erhalten von uns genaue Angaben, was verhindern kann, dass Blutegel ohne weiteres Beissen. Natürlich gilt es diese Dinge zu vermeiden.

Am Tag der Behandlung und der Tag nach der Behandlung
  • Trinken Sie genügend.
  • Die Behandlung dauert meistens zwischen 30 und 120 Minuten.
  • Schalten Sie einen Ruhetag ein. Die Nachblutungen sind gewünscht und können bis zu 12 Stunden dauern.
  • Auch hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen von uns.

Finanzielles
Eine Blutegelbehandlung wird meistens von der Zusatzversicherung (VVG) der Krankenkassen übernommen. Es handelt sich hier um die Bezeichnung Ausleitende Verfahren.Die Blutegel und das Verbandsmaterial, dass wir Ihnen mit nach Hause geben verrechnen wir extra.
Da eine Therapie meistens zwischen 30 Minuten und 2 Stunden dauert, verrechnen wir hier nach effektiven Stunden. Dauert die Therapie länger, wird diese Zeit nicht von uns verrechnet.


Wenn Sie sich vor Blutegel ekeln?
Wenn es möglich ist (je nach Ort der Behandlung) richten wir alles so ein, dass Sie die Blutegel nicht sehen müssen. Wichtig ist, die Egel sind während des ganzen Saugprozesses an einem Ort und bewegen sich nicht von der Stelle.
Was machen Sie danach mit den Blutegeln?
Wir legen Sie nach Vorschrift in das Gefrierfach. Dadurch werden Sie träger, "schlafen" ein. Nach einiger Zeit werden Sie von uns am entsprechenden Ort entsorg.